FCB vs. BVB: Direktes Duell der Super-Torjäger

​Wenn der FC Bayern am Mittwoch den BVB zum DFB-Pokal Halbfinalkracher empfängt, ist das gleichzeitig auch das direkte Duell der beiden Top-Torschützen aus Fußballdeutschland. Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang liefern sich derzeit das spannendste Fernduell der Bundesligageschichte– im Gegensatz zur Meisterschaft haben im DFB-Pokal aber noch beide die Chance auf den Titel. 

Bisher ist es für Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang eine Saison der Superlative. Nach 30 Spieltagen führt der Dortmunder die Torschützenliste der Bundesliga mit grandiosen 27 Treffern an, Lewandowski folgt ihm mit nur einem Tor Rückstand auf dem zweiten Platz. Spätestens am Mittwoch wird sich jedoch zeigen, welcher Stürmer seiner Mannschaft in den wirklich wichtigen Momenten helfen kann.

Die irren Zahlen zum Gipfeltreffen

Rein statistisch gesehen duellieren sich die beiden Angreifer in diesem Jahr auf Augenhöhe – und das auf Weltklasseniveau, wie der direkte Torjäger-Vergleich von Interwetten zeigt. Alle 92 Minuten trifft Lewandowski in Pflichtspielen für die Bayern. Aubameyang braucht zwar neun Minuten länger für einen Treffer, bleibt dank seiner Sprintstärke aber jederzeit brandgefährlich. Auch die Bilanz gegen den jeweiligen Kontrahenten kann der Pole für sich entscheiden: In zehn Einsätzen gegen den BVB erzielte er sieben Treffer, Aubameyang war in 14 Partien gegen die Bayern nur viermal erfolgreich.

Die aktuellen Marktwerte der Stars spiegeln das leichte Übergewicht Lewandowskis folgerichtig wider: Während der Bayern-Torgarant unglaubliche 80 Millionen Euro wert ist, beträgt der Marktwert des Gabuners „nur“ 65 Millionen. Zusammengerechnet kommen die beiden in dieser Spielzeit wettbewerbsübergreifend  übrigens auf 70 Treffer.

Wer schafft es ins Pokalfinale?

Aktuell spricht die Formkurve allerdings eher für den Dortmunder. Am Wochenende erzielte er zwei Minuten nach seiner Einwechslung einen Treffer und verhalf dem Team von Trainer Thomas Tuchel so zum immens wichtigen Auswärtserfolg in Gladbach. Der FC Bayern ist derweil seit vier Spielen sieglos, am Wochenende enttäuschte das Starensemble beim fahrlässigen 2:2 gegen abstiegsbedrohte Mainzer. Ersatz-Kapitän Thomas Müller hofft deshalb, dass die Münchener ihren Fokus nach dem bitteren Champions League-Aus in Madrid nun auf Dortmund richten können: „Wer gegen Dortmund nicht bis in die Haarspitzen bei einhundert Prozent ist, der liebt dieses Spiel nicht.“

Wie das funktioniert, bewiesen die Bayern Anfang des Monats bereits eindrucksvoll, als sie den BVB mit 4:1 aus der heimischen Allianz-Arena schossen. Doppeltorschütze war damals Robert Lewandowski, sein Kontrahent aus Dortmund ging leer aus. Als Gradmesser für das Duell am Mittwoch taugt das Spiel jedoch nur bedingt. Denn wie ein oft bemühtes Sprichwort sagt: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Foto: Dirk Vorderstraße / Flickr (CC BY 2.0)

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